Pistengehen

Aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt

Pistengehen

Skipistengehen ist im Winter ein großes Thema – Die einen freuen sich darauf, die Anderen sehen dem Treiben mit gemischten Gefühlen entgegen.

In den vergangen Jahren ist das Skitourengehen auf Pisten immer beliebter geworden, dies hat jedoch mancherorts schon für (heftige) Konflikte gesorgt. Das Verbot in Flachau im letzten Winter sorgte für große Aufregung, einerseits von den Sportlern, aber auch von Lift- und Pistenbetreibern.

Untertags sind die Skipistengeher weitgehend toleriert, sie laufen entlang dem Rand der Piste hinauf und fahren dann hinunter. Die Sichtverhältnisse sind meist gut genug, um auf sich und andere Acht zu geben.

Doch viele der Wintersportler frönen dem neuen Volkssport nach dem Feierabend, in der Dämmerung, im Dunkeln. All das macht die so schon riskanten Engpässe, Steilhänge, Kuppen, Vereisungen, etc. noch gefährlicher.

Gerade die in der Dämmerung und Dunkelheit aktiven Wildtiere werden durch späte Abfahrten und eventuell mitgenommene Hunde empfindlich gestört.

Bei geringer Schneelage entstehen Schäden am darunterliegenden Boden von dem sich die Pflanzen im Frühjahr oft nur schwer erholen. Schutz- und Schongebiete sollten respektiert und eingehalten werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass es immer wieder Personen gibt, die sich nicht an vorgegebene Richtlinien halten. Die FIS-Verhaltensregeln und Pistenbetriebszeiten werden ignoriert, ausgeschriebene Routen verlassen, Pisten unüberlegt gequert.

Lokale Hinweise und Routenvorgaben entstehen nicht aus Jux und Tollerei, falsches Verhalten birgt große Risiken. Oftmals ist die Unfallursache Fehleinschätzung der Situation, und hätte vermieden werden können.

Die Mitarbeiter werden bei den Beschneiungs- und Präparierungsarbeiten behindert und gefährdet. Je nach Witterung leidet die Pistenqualität stark an spät begonnener Arbeit. Über Nacht können sich außerdem einzelne Spuren der Nachtabfahrten festfrieren – die am Morgen zu groben Unebenheiten auf der Piste führen können.

Die Lift- und Pistenbetreiber haben vordergründig Sicherheits- und Haftungsbedenken. Oft werden nämlich für Pistenfahrzeuge lange Seilwinden eingesetzt, die abendlichen Abfahrten können im schlimmsten Fall zur tödlichen Gefahr werden.

Die Seillängen können bis zu 1.200m betragen. Seile können plötzlich auftauchen und querschnellen, auch wenn man die Pistenraupe gar nicht sieht.

Um solchen Geschehnissen vorzubeugen, gibt es ausgewiesene Pisten: Der Ronachkopf in Thumersbach ist eigens für Tourengeher wieder in Betrieb genommen worden. Auch am Kitzsteinhorn gibt es Touren. Insgesamt stehen laut Bergfex.at über 50 Touren im Pinzgau, und über 160 im Bundesland Salzburg zur Verfügung.

Jeder, ob Tourengeher oder Liftbetreiber, kann dazu beitragen, damit die Reibungspunkte kleiner werden oder gar verschwinden.

Es gibt keine Gefahrensicherung und Haftung bei Unfällen, weshalb das Pistengehen aus Sicherheitsgründen am Maiskogel nicht erlaubt ist. Des Weiteren machen wir auch aufmerksam, dass Hunde auf den Pisten verboten sind.

Wir bitten um Akzeptanz der Tatsache und verweisen nochmals auf die ausgewiesenen Routen am Ronachkopf in Thumersbach und auf dem Kitzsteinhorn hin.